Das Ende einer Ära

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„Ende gut – alles gut“, dieses geflügelte Wort trifft am Ende der Saison 2013/2014 für den Badmintonsport in Unkel und Linz leider nicht zu – oder etwa doch?

Mit Lasitha Menaka hatte die BSG Unkel-Linz für ihr Spitzenteam in der Regionalliga im 20. Jahr der deutsch – srilankischen Freundschaft einmal mehr einen besonderen Menschen im Team, der v.a. bei den Heimspielen der Saison 2013/14 für eindrucksvolle sportliche Momente sorgte. In der Hinrunde wurden mit ihm und den überragenden Frauen so viele Punkte gebunkert, dass sie für die Rückrunde ohne ihn reichen sollten. Mit Platz 5 wurde der Klassenerhalt erreicht, ein Grund zur Freude. Auch die Oberligamannschaft schaffte ihr Saisonziel mit dem Klassenerhalt, aber freuen?

Freuen konnte man sich seit der Botschaft der vier Oberligastammspieler  bereits seit Ende Oktober nicht mehr so recht, mit der sie zum Ende der Saison ihren Rückzug aus ihrer Mannschaft bekannt gaben. Sie mussten von Jahr zu Jahr vermehrt feststellen, dass sie im fortgeschrittenen Alter (Durchschnittalter über 40!) und mit zunehmenden Wehwehchen mit der vorpreschenden Jugend nur noch schwer mithalten konnten.

Schon vor gut einem Jahr hatte der schwere Arbeitsunfall von Markus Stollberg, der sein vorzeitiges sportliches Ende bedeutete, dem Kader einen herben Schlag versetzt. Und Daniel Böse beendete vorläufig seine Sportkarriere, weil er sich aufs Studium in Heidelberg konzentrieren wollte.

Wie nur sollten diese erfahrenen Männer ersetzt werden können? Wenigstens eine Mannschaft sollte erhalten bleiben, aber als sich schließlich herauskristallisierte, dass aus den verschiedensten Gründen und dem neuen Zeitgeist geschuldet (beruflich, privat, fahrtechnisch, studienbedingt) kaum noch eine funktionierende Trainingsgruppe übrig bleiben würde, und neben dem Mainzer Sportfreund Thorsten Reinemann sich auch noch Markus Meffert eine neue sportliche Heimat suchte, da waren die Verantwortlichen nicht mehr bereit, die Mühen der immer schwerer werdenden Finanzierung auf sich zu nehmen und auswärtige überregional taugliche Spieler anzuwerben. Lasitha lebt derzeit in den USA und kann vorläufig nicht mehr in Deutschland spielen.

Insgesamt 9 Männer kann man so einfach nicht ersetzen. Die eigene Jugend hätte Mühe, in die großen Fußstapfen zu treten. Außerdem kann die BSG nicht mehr davon ausgehen, dass in der heutigen Zeit die Heranwachsenden ihr Studium oder ihre Ausbildung in der ländlichen Heimat anstreben, im Gegenteil!

So blieben am Ende nur noch 2, 3 spielstarke Männer übrig, wohl aber 4 Frauen, um die es eigentlich schade ist, dass der überregionale Spielbetrieb eingestellt werden muss. Selbst der 5monatige berufsbedingte Auslandsaufenthalt von Sarah Kämpf während der nächsten Spielzeit hätte bei einer Mannschaft kompensiert werden können.

Die Entscheidung ist gefallen: Die BSG Unkel-Linz geht in der kommenden Saison mit einer Bezirksligamannschaft und der SV Unkel zusätzlich mit 2 Jugendmannschaften an den Start.

Sie ändert nach 42 erfolgreichen Jahren im überregionalen Spielbetrieb ihre Blickrichtung und wird sich in Zukunft dem Breitensport widmen, v.a. aber nach wie vor der Jugendarbeit in Unkel.

Den Verantwortlichen, allen voran Brigitte und Dieter Prax (SV Unkel) und Lumpi Weber (VfB Linz), geht es gut mit dieser Entscheidung:

Sie schauen zurück auf eine einzigartig schöne Zeit mit vielen spannenden und interessanten Momenten.1972 schaffte die Truppe um Dieter Prax mit dem SV Unkel ausschließlich mit eigenen Kräften den ersten Aufstieg in die damals zweithöchste deutsche Liga, der Oberliga , wo sie sich über lange Zeit bewährte.

Spätestens seit der Zeit war der SV Unkel das Aushängeschild des Badminton Verbandes Rheinland!

Etliche Jahre in der 2.Bundesliga, bis hin zum Meistertitel dort und der Teilnahme an der Bundesligaaufstiegsrunde zur 1.Liga gelangen durch Verstärkungen mit nationalen Spitzenspielern und den Sportfreunden aus Sri Lanka und Bulgarien, welche die in intensiver, erfolgreicher Jugendarbeit herangezogenen eigenen Nachwuchskräfte ergänzten. Etliche Eigengewächse musste man aber leider auch ziehen lassen zu Bundesligavereinen, um dort neue Chancen zu wahren.

Der Zusammenschluss mit dem VfB Linz zur BSG Unkel-Linz vor 14 Jahren, wurde nie bereut. Gemeinsam erlebte man wieder einige Jahre in der 2.Bundesliga!

Leider blieben viele Spieler, v.a. junge und aussichtsreiche, dem Sport nicht treu, sondern widmeten sich anderen Hobbys oder Aktivitäten oder setzten sich verständlicherweise andere Prioritäten.

Allen, die in der Vergangenheit die BSG Unkel-Linz so nachhaltig vertreten und unterstützt haben, sei herzlich gedankt. Vermissen wird man aber mit Sicherheit die technisch hochklassigen, spannenden Spiele in besonderer Atmosphäre.

Für ihre weitere sportliche Zukunft wünschen der SV Unkel und der VfB Linz allen Gesundheit und Spaß.

Alles in allem kann man schließlich doch sagen: Ende gut – alles gut!

Der Badmintonsport im SV Unkel und VfB Linz geht weiter, zwar mit veränderten Zielen, aber nach wie vor mit großer Freude an dieser geselligen Sportart, wo Männlein und Weiblein einem gemeinsamen Hobby frönen, wo sie zusammen in einer Mannschaft spielen können und das Alter keine Rolle spielt.